
Sony α ist der Name der Baureihe von digitalen Systemkameras des Herstellers Sony, deren erstes Modell am 5. Juni 2006 eingeführt wurde.
Sony führt damit die Sparte der digitalen Spiegelreflexkameras mit sog. A-Bajonett von Konica Minolta weiter, die Anfang 2006 aufgegeben wurde. Konica Minolta verwendete, wie auch schon vorher Minolta, für diese Reihe in Europa den Markennamen Dynax, in Amerika Maxxum und in Japan α (Alpha). Sony verwendet einheitlich die Marke α.
Im Frühjahr 2010 wurden zwei spiegellose Systemkameras (NEX-5, NEX-3) mit Wechselobjektiven der NEX-Baureihe ebenfalls unter der Marke α eingeführt. Die NEX verwenden ein neues E-Bajonett mit sehr kurzem Auflagemaß. Die Objektive mit E-Bajonett (Sony nennt das Bajonett E-Bajonett wegen des Auflagemaßes von 18 mm – englisch „eighteen millimetre“) sind nicht an den Spiegelreflexkameras mit A-Bajonett verwendbar; umgekehrt wird zur Verwendung der Objektive mit A-Bajonett ein Adapter auf das E-Bajonett angeboten.
Im Sommer 2010 wurden Systemkameras mit feststehendem teildurchlässigem Spiegel der SLT-Baureihe mit A-Bajonett ebenfalls unter der Marke α vorgestellt; die beiden Modelle Alpha 33 und Alpha 55 entsprechen technisch ansonsten weitgehend den zeitgleich vorgestellten Alpha 560 und Alpha 580.
Das A-Bajonett für die α-Spiegelreflex- und SLT-Kameras entspricht dem bereits bei Minolta-Dynax verwendeten A-Bajonett von 1985 und ist mit allen Autofokus-Objektiven bereits erschienener Reihen kompatibel, was eine für eine neue Kamera untypisch hohe Auswahl an Objektiven zur Folge hat.
Das 2010 eingeführte E-Bajonett der NEX-Modelle verfügt über ein deutlich kürzeres Auflagemaß, A-Bajonett-Objektive können mittels des Sony-Adapters LA-EA1 genutzt werden, allerdings wird dabei die automatische Fokussierung nur mit SSM- und SAM-Objektiven unterstützt.
Funktion zur Reduktion von Verwacklungsunschärfe. Sony nennt ihre Art der Bildstabilisation Super Steady Shot oder auch Steady Shot Inside. Diese Technologie entspricht der Antishake-Technik von Konica Minolta. Der Bildsensor wird dazu mit Aktuatoren so bewegt, dass die Verwacklungen ausgeglichen werden. Von dieser Technik profitieren alle AF-Objektive, wobei die Wirkung im Gegensatz zur Stabilisierung im Objektiv nicht im Sucher, sondern nur im aufgenommenen Bild zu sehen ist. Bei den neuen Sony-Alpha-Modellen α230, α330, α380, α450, α500 und α550 lässt sich die Bildstabilisierung jedoch nicht wie bei den üblichen Modellen über einen kleinen Schalter, sondern nur über das Menü ein- oder ausschalten.
Ein weiteres Ausstattungsmerkmal der Reihe ist die automatische Reinigungsfunktion des Bildsensors. Bei jedem Ausschalten der Kamera wird der antistatisch beschichtete Sensor durch schnelle Vibrationen von Staub und Schmutz befreit. Dazu werden dieselben Aktuatoren verwendet, die sonst der Bildstabilisierung dienen. Dieses Verfahren ist weniger effektiv als spezifisch zur Reinigung eingesetzte Ultraschallgeneratoren.
Direkt am Sucher angebrachter Infrarotsensor, der den Autofokus automatisch aktiviert, sobald das Auge des Fotografen (oder ein anderes Objekt) sich dem Sucher nähert. Zum Teil kombiniert mit einem Griffsensor, der die Funktion abschaltet, wenn die Kamera nicht am Griff gehalten wird. Der Griffsensor wird in EU-Ländern wegen seines Nickelgehalts nicht angeboten.
Unabhängig davon wird die Anzeigenbeleuchtung automatisch abgeschaltet, wenn sich den Sensoren am Okular ein Objekt nähert. Dies ist besonders im Dunkeln nützlich, damit man beim Blick durch den Sucher nicht geblendet wird. Im Lieferumfang der a-Modelle ab 2008 ist außerdem eine Okular-Abdeckung enthalten, mit der man den Infrarotsensor blockieren kann.
Die Sony α300 und Sony α350 haben erstmals Live-View über einen zweiten Bildsensor (vom Hersteller Quick AF LiveView genannt) eingebaut. Diese Funktion ermöglicht es, das Sucherbild auf der Anzeige zu sehen und so das Foto ohne Einblick in den Sucher zu komponieren. Für diese Funktion befindet sich im Sucher über der Austrittspupille ein kleiner Bildsensor, der das Live-Bild für die Anzeige erzeugt. Im Penta-Spiegelsucher befindet sich ein klappbarer Spiegel, der das Bild entweder zum Sucherokular oder auf diesen Bildsensor umleitet. Somit wird der eigentliche Aufnahmesensor nicht aktiviert und der Spiegel nicht hochgeklappt, was dem Rauschen und der Autofokus-Geschwindigkeit zugute kommt (Phasen-AF, kein Kontrast-AF, welches von den meisten anderen Herstellern für Live-View verwendet wird). Die später vorgestellten Kameramodelle Sony α330, Sony α380, Sony α500 und Sony α550 sind ebenfalls mit Live View per zweitem Bildsensor ausgestattet, die Sony α450, Sony α500, Sony α550, Sony Alpha 560 und Sony Alpha 580 ermöglichen zusätzlich ein Liveview über den Hauptsensor, das einer exakten manuellen Scharfstellen dient (sog. MF Check LiveView).